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 Beitrag bei nn-online über den FB

Die Franken sind keine Bayern!

»Regionales Bewusstsein wecken«


nn-online 21.07.2010
Der »Fränkische Bund« kämpft seit 20 Jahren gegen die Benachteiligung im Freistaat Bayern

Mit der Reihe »Vereinsporträt« will der Nürnberger Stadtanzeiger hiesige Vereine von der Skatrunde bis zum Tanzclub vorstellen. Interessenten können sich mit einem kleinen »Steckbrief« und ihrer Kontaktadresse in der Redaktion des Stadtanzeigers (Tel. 09 11/216-24 16, Fax 216-15 70 oder per E-Mail an nn-anzeiger@pressenetz.de) melden.

In Ober-, Mittel- und Unterfranken leben über vier Millionen Menschen. Damit ist Franken fast so groß wie Oberbayern. Beide Regierungsbezirke gehören zum Freistaat Bayern, in dem Franken laut Auffassung des »Fränkischen Bundes e. V.« gegenüber Oberbayern die bedeutend schlechteren Karten hat und meistens benachteiligt wird. Wohl schon deshalb, weil Franken keine Bayern sind!

Damit die gesellschaftlichen, politischen und kulturellen Interessen der Franken im Freistaat nicht zu kurz kommen, entstand im Jahr 1990 infolge der Wiedervereinigung aus der Landsmannschaft Franken heraus der Fränkische Bund. »Unsere Arbeit richtet sich gegen die Benachteiligung Frankens in der Wirtschaftsförderung, der Forschung und Entwicklung oder beim Technologietransfer«, erläutert Joachim Kalb, der für die Öffentlichkeitsarbeit zuständig ist, die Ziele des Vereins.

Zudem setzt sich der Bund für die Rückgabe fränkischer Kulturgüter (z. B. Dürer-Gemälde) nach Franken ein. Auch die Zusammenlegung der drei fränkischen Regierungsbezirke, eine EU-Region Franken und ein eigenes Bundesland liegen den rund 600 ehrenamtlichen Mitgliedern (Mitgliedsbeitrag drei Euro pro Monat) am Herzen.

»Besonders freut uns, dass wir mithelfen konnten, ein gemeinsames regionales Bewusstsein frei von übertriebenem Patriotismus und weitab von rechtsradikaler Gesinnung in Franken zu entwickeln«, sagt Kalb, der 33 Jahre an der Berufsschule in Bayreuth unterrichtete. Im Bezug auf den Grundschulunterricht wünscht sich der pensionierte Lehrer wieder »mehr Fränkisches«. »Die Kinder wissen zwar, wo Massachusetts liegt, aber nicht, wo Pretzfeld ist.«

Jedes Jahr verleiht der Verein die Frankenmedaille an Menschen, die sich um die Region verdient machen. Jüngste Preisträgerin ist die grüne Vizepräsidentin des Bayerischen Landtags, Christine Stahl. Ebenso beteiligt sich der Verein jährlich Anfang Juli am »Tag der Franken«.

»Wir können Missstände und Fehlentwicklungen deshalb einfacher aufzeigen, weil wir keinerlei staatliche Förderung bekommen«, betont Kalb die finanzielle Unabhängigkeit des Vereins, in dem alle Mitglieder ausschließlich ehrenamtlich arbeiten. Wer sich dem Fränkischen Bund anschließen und lieber die Franken- statt der Bayern-Hymne singen möchte, erhält in der Geschäftsstelle gern Auskunft. Sabine Beck

Kontakt: Fränkischer Bund e. V., Postfach 100345 - 95403 Bayreuth, Telefon: (09 21) - 511570, Internet: www.fraenkischer-bund.de


 Freigegeben von M.Häfner am Freitag, 23.Juli. @ 22:01:31 CEST
 (26 mal gelesen)
(Kommentare? | Punkte: 5)

 Protestmarsch zur Plassenburg

Die Franken sind keine Bayern!

Die Franken protestieren
Franken-Fan Wolfgang Hoderlein marschierte mit 6o Mitstreitern zur Plassenburg


Kronacher Wochenblatt 07.07.2010
KULMBACH. Zu einer "Wanderung der besonderen Art" hatte der Wolfgang Hoderlein, „Ober""-Oberfranke und Bezirksrat, am Samstag auf die Plassenburg.

Dieser Termin war bewusst gewählt, da zeltgleich der Festakt „Zum Tag der Franken" mit Ministerpräsident Horst Seehofer in der Dr.-Stammberger-Halle begann.

Immerhin pilgerten rund 6o Franken mit schwenkenden Fahnen hinauf zur Plassenburg.

Eingehend auf die Tatsache, dass die Franken-Fahne nicht auf der Plassenburg aufgezogen werden darf, warf Hoderlein einen Blick auf die Werbefahnen einer Brauerei an der Burgschänke und stellte fest: „Das sind auch keine Hoheitsfahnen genauso wenig wie die Frankenfahne. Da kann sich jetzt Jeder seine eigenen Gedanken dazu machen."

Oben auf der Burg wurde natürlich das Frankenlied angestimmt, wenngleich in in abgewandelter Form: „0 heil'ger Veit von Staffelstein, beschütze deine Franken und Jag' die Bayern aus dem Land! Wir wollen's ewig danken. Wir wollen freie Franken sein und nicht der Bayern Knechte. 0' heiliger Veit von Staffelstein, wir fordern uns're Rechte."

Und der Schlussvers lautete: „Wir woll'n nicht mehr geduldig sein, denn nach 200Jahren, woll'n wir-es muss doch möglich sein - durch's freie Franken fahren!"

Zwischendrin rief einer die „Fränkische Versammlung" aus. Voller Stolz wurden die mitgebrachten Fahnen am Rondell der Burg hinunter in Richtung Marktplatz geschwenkt.

Als die Moderatorin des Bayerischen Fernsehen, Julia Hoffmann, Bezirksrat Wolfgang Hoderlein, die Frage stellte, ob er mit der Resonanz zufrieden sei, sagte dieser mit einem breiten fränkischen Brustton: „Also wenn selbst Franken begeistert sind, dann weiß ich nicht mehr, was man noch bieten soll. Ich bin begeistert, wir sind begeistert und das soll erst einmal einer in Franken schaffen."

Mit dem Blick auf das rot-weiße Fahnenmeer in der Innenstadt von Kulmbach kam Hoderlein zu dem Ergebnis: „Die Fahenfabriken hatten in den letzten Tagen Lieferengpässe. Diese Sache hat sich verselbständigt. Das ist aber nicht Jedem recht."

Der Wirsberger Dieter Ludwig, auch ein bekennender Franke, wollte auf der Bühne am Marktplatz die „Fränkische Versammlung" ausrufen. Bezirkstagspräsident Dr. Günther Denzler verbot ihm das jedoch mit Nachdruck. Ludwig: „Auch OB Schramm und Landrat Söllner waren informiert, dass ich nicht reden darf."

Nach einer knappen Stunde wurde die friedliche Bergwanderung mit den Frankenfahnen dann wieder aufgelöst.

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Rot-Weiß weht am Burgrondell
Von Werner Reißaus

frankenpost 5.7.2010
60 Wanderer tragen mit Wolfgang Hoderlein die Frankenfahne auf die Plassenburg.

Kulmbach - Zu einer "Wanderung der besonderen Art" hatte der "Ober"-Oberfranke und Bezirksrat Wolfgang Hoderlein am Samstag gegen Mittag auf die Plassenburg eingeladen, just in dem Moment, als der Festakt "Zum Tag der Franken" in der Dr.-Stammberger-Halle begann. Rund 60 Franken pilgerten mit schwenkenden Frankenfahnen hinauf zur Plassenburg. Am Tor zur Burg sagte Hoderlein: "Das ist eine Handlung mit großer Symbolik." Der "Tag der Franken" hätte es nach Hoderleins Ansicht verdient, auf der Plassenburg neben dem heute gültigen Symbol der bayerischen Staatsflagge auch die Frankenfahne zu hissen", was die bayerische Staatsregierung aber untersagt hatte.

Die Plassenburg stehe seit ungefähr 900 Jahren an diesem Platz. 700 Jahre habe das gemäuer "rumstanden", bevor irgendein Freistaat oder ein Königreich Bayern gesagt hat, es gehört zu ihm. "Und weil diese 700 Jahre nicht bayerische sowie die 200 Jahre bayerische Geschichte irgendwo repräsentiert werden müsste, haben wir gesagt, wenn die Obrigkeit die Frankenfahne nicht hierher bringt, dann bringen sie freie und phantasievolle Franken und die Plassenburg freut sich, wenn die Frankenfahnen durch dieses Tor getragen wird."

Auf dem Rondell wurde das Frankenlied angestimmt, freilich in abgewandelter Form: "O heil'ger Veit von Staffelstein, beschütze deine Franken und jag' die Bayern aus dem Land! Wir wollen's ewig danken. Wir wollen freie Franken sein und nicht der Bayern Knechte." Voller Stolz schwenkte die "Fränkische Versammlung" die Fahnen am Rondell hinunter in Richtung Marktplatz.

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Bilder hierzu finden sie in unserer Galerie!



Die "Wanderung" zur Plassenburg wurde, mit musikalischer Umrahmung, bei youtube.de eingestellt:


 Freigegeben von M.Häfner am Freitag, 23.Juli. @ 21:47:32 CEST
 (16 mal gelesen)
(Kommentare? | Punkte: 0)

 Mitteilung an die Jugend

Franken Europa

FRÄNKISCHER BUND E.V.
Team: Junges Franken
junges.franken@googlemail.com



An die
Schülerinnen und Schüler
Studentinnen und Studenten
in F r a n k e n

Mitteilung an die Jugend


Liebe Schülerinnen und Schüler, liebe Studierende,

ist euch eigentlich schon einmal aufgefallen, dass wir eine der schönsten Regionen in Deutschland unsere Heimat nennen? Immerhin haben wir hier sowohl Kultur als auch Natur direkt vor unserer Haustür und auch an Sport- und Freizeitmöglichkeiten fehlt es uns nicht.

Wir möchten gerne, dass ihr einmal mit dem Blick fürs Alltägliche durch euren Wohn- und Heimatort lauft und uns zeigt, was ihr persönlich an Schönem findet, aber auch was ihr ändern würdet.
Anbei ein paar Beispiele: www.abituria-hof.de , www.frankenpost.de/nachricht/regional/laenderspiegel/art2388,879575

Adrian Roßner, Gymnasiast und Historiker aus Franken, hat aus Interesse an seiner Heimatgeschichte ein Buch über den fränkischen Krieg 1523 geschrieben und hält bei verschiedenen Vereinen Vorträge zu diesem Thema.
Bei der Uni Würzburg läuft ein Projekt „Fränki“.

www.Hinterindien.de zeigt den Wanderern unter euch die Heimat.
Ein fränkisches Musical ist bereits in Bearbeitung.
Wer seine Heimat immer bei sich haben will, findet im www.frankenland-versand.de v i e l e Möglichkeiten von der Mütze , T-Shirts bis hin zur „Frankendasdadur“.

Franken ist vielfältig, liebenswert, ein besonderes Kleinod - es lohnt, sich damit zu beschäftigen, sich dafür einzusetzen. Diese Arbeit trägt den Lohn bereits schon in sich. Aber wir vom www.fraenkischer-bund.de möchten auch noch „den Spaß an der Freud“ anerkennen.
Wir verleihen alljährlich eine Frankenmedaille an Personen, die sich für Franken einsetzen. Bei dieser Gelegenheit wollen wir auch an e u c h eine Urkunde überreichen, versehen mit einem Preis.

Wir freuen uns riesig auf eure Ideen, die ihr auch umsetzt - auf euren Einsatz - auf eure Projekte!
Außerdem: Wer gerne von euch mitarbeiten und das Projekt unterstützen möchte, ist herzlich willkommen. .....................Es konn a bissela mehr sei..................

MfG (Mit fränkischen Grüßen)
Euer Team: Junges Franken


 Freigegeben von M.Häfner am Freitag, 23.Juli. @ 18:11:09 CEST
 (13 mal gelesen)
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 Bericht vom Frankenfest in Aufseß

Infos von unseren reg. Usern

Stolz auf Franken
Fränkischer Bund zeigt Flagge - Der Club als regionaler Vertreter


Nordbayerischer Kurier 21.06.2010
AUFSESS
Beim regionalen Frankenfest in Aufseß zeigte der Fränkische Bund, Kreisstelle Bayreuth, gestern Flagge. Im Mittelpunkt der Veranstaltung stehe die Werbung für ganz Franken, so der Kreisvorsitzende Adam Oppel. Denn ihm gehe es nicht um Ober-, Mitteloder Unterfranken.

Ihr liege das Wohl der Franken besonders am Herzen, betonte Sabine Weiß, Vorstandsmitglied des Fränkischen Bundes, gleich zu Beginn der Veranstaltung. Sie wünsche sich, dass auch die fränkischen Schüler ihre Heimat nicht nur lieben, sondern auch besser kennenlernen.

Kreisrat Wolfgang Hoderlein aus Kulmbach freute sich besonders über das Frankenfest in Aufseß - auch wenn es noch keine Tradition sei. Wie Hoderlein erklärte, fühle sich der Franke zuerst als Deutscher, der Oberbayer dagegen als Bayer.


Umfangreiches Angebot

Landrat Hermann Hübner bedauerte, dass zum regionalen Frankentag nur wenig Gäste kamen, Denn schließlich könnten die Oberfranken stolz auf Franken sein, das eine Vielfalt von Angeboten nicht nur an Wein und Bier vorweisen könne. Der Landrat machte klar, dass die Franken wissen müssen, was sie in Deutschland und in der Europäischen Union wollen. „Und dafür muss sich Franken stark machen", so Hühner. Die Franken müssten zudem dem altbayerischen Denken etwas entgegenhalten. Man könne beispielsweise über den 1. FC Nürnberg denken, was man wolle, doch die Spieler würden Franken in Deutschland und teils auch darüber hinaus vertreten, brachte der Landrat gleich ein sportliches Beispiel.

Bürgermeister Ludwig Bäuerlein erklärte, dass der Franke zwar meist eher skeptisch und zunächst zurückhaltend sei. Aus diesem Grund seien an diesem Vormittag wohl nur wenige Gäste gekommen. Er versicherte aber auch, dass durch die Bekanntgabe im kommenden Jahr mehr Besucher erwartet werden dürfen.

Bäuerlein hob deutlich hervor, dass Franken stark gemacht werden müsse. Schriftsteller Hans von Aufseß habe dies bereits mit dem Frankenlied 1841 vorangetrieben und Hans von Aufseß mit dem Germanischen Museum.

Bäuerlein dankte abschließend Ernst Rothenbach für die Organisation des Festes, bei welchem die Blaskapelle Neuhaus die musikalische Unterhaltung der Gäste übernahm


Verfechter von Franken: Bürgermeister Ludwig Bäuerlein (von links), Kreisrat Wolfgang Hoderlein, Brauereienkonigin Lisa, Fränkischer-Bund-Vorstandsmitglied Sabine Weiß, Landrat Hermann Hubner und Kreisvorsitzender Adam Oppel beim Frankentag in Aufseß. Foto: Wolf

Hintergrund

Hauptziel des Fränkischen Bundes ist die Bildung eines Landes Franken in der Bundesrepublik Deutschland. Das Land Franken soll sich laut der Satzung des Vereins aus den Gebieten zusammensetzen, die sich entsprechend dem Grundgesetz landsmannschaftlich verbunden wissen und geschichtlich und kulturell zusammenhängen. Es soll unter Berücksichtigung der wirtschaftlichen Zweckmäßigkeit und des sozialen Gefüges so groß und leistungsfähig sein, dass es die ihm obliegenden Aufgaben wirksam erfüllen kann. Die Bildung des Landes Franken erfolgt nach Angaben des Fränkischen Bundes auch mit der Zielsetzung, die Vertretung gesamtfränkischer Belange besser als bisher zu gewährleisten. Sie erfolgt weiter mit dem Ziel, Franken den Status einer Region zu verschaffen und so ein Europa der Regionen zu fördern. red
www.fraenkischer-bund.de

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Bitte auf Fränkisch

Fest mit Einheimischen und Einheimischem


Nordbayerischer Kurier 22.06.2010
Aufsess
Beim Frankenfest ging ein buntes Programm über die Bühne. Dazu gehörte zum Beispiel Mundart, präsentiert von den Größen dieser Zunft aus Bayreuth.

Der Frauenchor Sachsendorf-Neuhaus mit Chorleiter Karl-Heinz Wagner stimmte fränkische Lieder an. Eine Dreingabe gab es von den Sängern Ronny Wolf und Susanne Lindner und Karl-Heinz Wagner am Klavier, die die Gäste besonders begeisterten.

Der Posaunenchor der Kirchengemeinde Aufseß-Brunn unter Leitung von Holger Nützel beweist sein Können regelmäßig im Gottesdienst. Nun war er mit fränkischen Volksliedern, gespielt mit Posaunen und Trompeten, zu hören.

Die Spiel- und Bastelgruppe Neuhaus-Sachsendorf bot den Kindern ein buntes Programm zum Mitmachen und Spielen mit Schminken, Basteln und mehr.

Es gab auch Informationen rund um den Fränkischen Bund mit seinen Zielen, Tätigkeiten und Forderungen und Angebote unter dem Motto „Fränkisch denken - fränkisch schenken".

Die Ortsgruppe Aufseß-Neuhaus-Hochstahl des Fränkische-Schweiz-Vereins stellte sich, ihre Arbeit und die vielen Wandermöglichkeiten rund um Aufseß vor. Familie Roth von der Alten Posthalterei demonstrierte Handwerkskunst. wo


 Freigegeben von M.Häfner am Freitag, 23.Juli. @ 17:45:53 CEST
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 Frankenfahne auf dem Walberla

Internes

Dank Welker: Frankenberg zeigt Flagge


Nordbayrische Nachrichten 4. Mai 2010
In diesem Jahre verkündet eine Franken-Flagge auf der westlichen Erhebung des Walberla die Bedeutung des Bergs für Franken. Angestoßen hatte diese Aktion Kreisheimatpfleger Manfred Welker (links) aus Herzogenaurach. Welker ist jedes Jahr Gast bei der Kerwa der Walpurgiskapelle auf dem Zeugenberg und hatte, wie viele Besucher, das Fehlen der fränkischen Flagge auf der westlichen Spitze schmerzlich vermisst. Kirchehrenbachs Bürgermeisterin Anja Gebhard hatte gleich ein offenes Ohr.

Welker sorgte mit Gleichgesinnten wie Joachim Kalb und Adam Stöcklein vom Fränkischen Bund für das Sponsoring und die Flagge wurde mit Hilfe des Kirchehrenbacher Bauhofs am Mast befestigt und flatterte dank einer steifen Brise fröhlich im Wind. Es ist nur zu hoffen, dass der fränkische Rechen dort länger weht. Nach Auskunft von Bürgermeisterin Gebhardt wird das Hoheitszeichen gern von Souvenirjägern mitgenommen. Andere, z. B. das bayerische Rautenbanner, dagegen bleiben unbehelligt. Auch ein Fernsehteam des Bayerischen Rundfunks nahm den Fahnen-Akt auf.


Der sich hier anschauen lässt:


 Freigegeben von M.Häfner am Mittwoch, 19.Mai. @ 23:12:06 CEST
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 Franken Magazin: Diffus fränkisch, aber: freiheitlich

Internes


Erschienen in "franken - Magazin für Land und Leute"
Ausgabe März / April 2010

Die Veröffentlichung erfolgt Dank freundlicher Genehmigung
von Frau Sabine Kulemkampff

Diffus fränkisch, aber: freiheitlich

Zu den unzweifelhaften Verdiensten des Fränkischen Bundes gehört es, daß man das Thema Franken den Rechtsradikalen entrissen hat. In unserer kleinen Serie „Wer liebt eigentlich Franken und warum?" stellen wir diesmal also einen äußerst agilen und aktiven Verein vor, den Fränkischen Bund e.V.

Von Sabine Kulenkampff'

Er war von Anfang an dabei und engagiert: Joachim Kalb, Dipl. Ing. FH, Berufsschullehrer für Metallbau und Sozialkunde, verheiratet, drei Kinder. Der überzeugte Demokrat („Nur hier kann man sich wehren!“) las 1989, in der Frankenpost Hof einen Zeitungsartikel. Darin wurde gemeldet, dass es einen Verein mit dem Namen „Landsmannschaft Franken“ gäbe. Zunächst abgeschreckt durch den Namen „Landsmannschaft“, der an Schlesien oder sonstige Revanchistengruppen erinnerte, beobachtete Kalb weiter das Geschehen und trat gemeinsam mit seinem Kollegen Peter Purucker dem Würzburger Verein bei, als dieser im Rahmen der deutschen Wiedervereinigung die durch das Grundgesetz der Bundesrepublik Deutschland (Art. 29) angelegte Möglichkeit zur Neuordnung der Bundesländer zu einem Volksbegehren mit dem Ziel der Gründung des Bundeslandes Franken nutzen wollte. Kalb und Purucker gründeten 1990 den Kreisverband Oberfranken, versammelten schnell 150 Mitglieder (vor allem aus sozial-liberalem Umfeld) und änderten aus naheliegenden Gründen den Namen des Vereins auf Fränkischer Bund e.V. Die Namenswahl, so schmunzelt Kalb, der sehr viel Sinn für Humor hat und diesen bei seiner Sisyphos - Arbeit an der fränkischen Sache wohl auch braucht, wurde auch dadurch bestimmt, dass man den Frankenbund ein wenig ärgern wolle. Erst 2008 erfuhr er von der Zeitschrift „Der Fränkische Bund“, einer ab 1926 erscheinenden Kulturzeitung, die damals zur Förderung der fränkischen Kunst und Kultur in Bamberg gemacht, aber in den dreißiger Jahren von den Nazis abgeschafft wurde.

Regionalismus nicht Patriotismus

Kurze Zeit später – noch 1990 - erlebten die engagierten Oberfranken einen Schock: Aus einem Artikel in der TAZ erfuhren sie, dass unter den Würzburger Gründungsmitgliedern und im Vorstand der „Fränkischen Landsmannschaft“ mehrere Rechtsradikale waren, die den Republikanern und der NPD angehörten, daneben allerdings auch ein ahnungsloser SPDler.... Unter den nunmehr entlarvten war auch Uwe Meenen, der später den vom Verfassungsschutz als radikal eingestuften „Bund Frankenland“ gründete, der – obwohl nur etwa 20 Mitglieder umfassend – zum Beispiel in Gräfenberg durch neonazistische Umtriebe erhebliche Probleme macht. Mit demokratischen Mitteln arbeiteten die Vereinsmitglieder zusammen und setzten Meenen und Konsorten mit mehreren Misstrauensanträgen ab, schlossen die Rechten alsbald aus dem Verein aus. Die Vereinssatzung ist heute so gehalten, das Mitglieder radikaler Gruppierungen jederzeit aus dem Fränkischen Bund ausgeschlossen werden können. Ein weiterer prominenter Rechter, der ausgeschlossen wurde, war der NPD – Funktionär Jürgen Höhl aus Untersteinach. Es war ein hartes Stück Arbeit, berichtet Joachim Kalb, den Verein von Rechtsradikalen zu säubern. Jedoch ist hierin der vielleicht größte Verdienst des Fränkischen Bundes zu erblicken: Bereits Anfang der 1990er Jahre ist es auf diese Weise gelungen, das Thema Franken den Rechtsradikalen zu entreißen.

„Regionalismus heißt nicht Patriotismus!“ stellt Kalb klar, dessen Verein inzwischen auch Mitglied im Bündnis gegen Rechts ist. „Das Thema Franken gehört nicht in solche Hände!“ Er mahnt die gesamtgesellschaftliche Aufgabe der Kampfes gegen Rechts an; alle Demokraten seien dazu aufgerufen, sich gegen die in ihren Methoden subtiler werdenden Rechten abzugrenzen und diese zu entlarven.

Franken als europäische Region sichtbar machen. „Wir müssen die Interessen unserer Region im Zeitalter der Globalisierung innerhalb Europas vertreten!“ umreißt Kalb die heute vordringlichste Aufgabe des Fränkischen Bundes. Zwar hatte der Fränkische Bund nach Ausschluss der Rechten mit einem neuen Vertrauensmann, Dieter Ludwig, nochmals ein Volksbegehren zum Thema Bundesland Franken angestrengt. Doch scheiterte dieses vor dem Bundesverfassungsgericht.

Noch immer stehen die Mitglieder des Fränkischen Bundes zu der Überzeugung, dass Franken als eigenständige Region (Teile Thüringens und Baden-Württembergs einbeziehend) nach der im Grundgesetz verankerten möglichen Neuregelung der Bundesländer so viel Anspruch auf Eigenständigkeit haben müsste wie etwa das „Hybridland“ Rheinland-Pfalz, das nie ein eigenes Wappen besessen hatte. Die Durchsetzung eines Bundeslandes Franken jedoch steht nicht im Vordergrund der Arbeit des Vereins und wird nicht mehr verfolgt. Joachim Kalb verteidigt seine Gruppe gegen den Separatismusvorwurf. Separatismus hieße, ein Landesteil der Bundesrepublik – etwa Bayern - wolle sich verabschieden und einen eigenen Staat innerhalb Europas bilden. Hier geht es jedoch heute lediglich darum, den radikalen Münchener Zentralismus zu demaskieren und zu verhindern, das Bayern europaweit als geschlossene Region auftritt und die fränkischen Gebiete ins Hintertreffen geraten – so gehen beispielsweise EU – Fördermittel verloren, die in Franken dringend gebraucht würden, beispielsweise um die regionalen wirtschaftlichen Benachteiligungen auszugleichen und den daraus resultierenden voranschreitenden Bevölkerungsschwund, etwa in Oberfranken, zu bremsen. Als Beispiele für diese Nachteile führt Kalb an, wie die Oberfränkische Porzellanindustrie – z. B. die Traditionsfirma Rosenthal – ohne jeden Rettungsversuch der Bayrischen Staatsregierung zugrunde ging und dadurch ein wichtiger Arbeitgeber aus der Region verschwand. Hier hätte die rechtzeitige Etablierung von die Industrie beflügelnden Forschungseinrichtungen etwa die Umstellung der Produktion auf keramische Bremsbeläge vorbereiten und das Schlimmste verhindern können... Doch solche Forschungseinrichtungen gibt es zumeist nur im Raum München.


Kein Hass auf die Bayern

Auf keinen Fall, so Kalb, ginge es darum, einen Hass gegen Bayern zu schüren, das nutzt niemanden! Ein Ziel wäre es jedoch, die fränkischen Mandatsträger dazu zu bringen, in München konsequent für die Region einzutreten, in der sie gewählt wurden. Dies ist leider nicht selbstverständlich. Wer sich für Franken einsetzt, wird oft als Oppositionszugehöriger empfunden, was so aber nicht stimmt. Der Einsatz für die Region sollte über den Parteiinteressen stehen, doch wollen die meisten Politiker innerhalb Bayerns etwas werden und ordnen sich so im Zweifelsfalle den bayrischen Parteiinteressen unter. Insbesondere Unionsmitglieder können sich oft nur heimlich der Fränkischen Sache verschreiben, um keinen Karriereknick befürchten zu müssen! Hier versucht der Fränkische Bund als überparteilicher Verein ausgleichend einzugreifen, die MdLs aller Parteien auf regionale Treue zu verpflichten. Doch sollte das Engagement für die Region nicht nur Parteipolitikern vorbehalten sein, jeder Bürger sollte ein demokratisches Mitspracherecht haben und objektive Informationen zu fränkisch-regionalen Problemen erhalten können, auf deren Basis eine mündige Mitgestaltung des sozialen Lebens erst möglich ist.

Zur Zeit widmet sich der Fränkische Bund einem Problem, das fast zu lächerlich scheint um wahr zu sein, es aber dennoch ist. Es handelt sich um die Frankenfahne, den weiß-roten Rechen. Kaum zu glauben: Aber auf öffentlichen Gebäuden, zum Beispiel: Auf der Kulmbacher Plassenburg, darf sie nicht wehen. Selbst während des im Sommer bevorstehenden Tages der Franken wird hoch über Kulmbach nur das Wittelsbachsche weiß-blau zu sehen sein. Die Frankenfahne ist nicht erlaubt! Welche Ängste verbindet man wohl in München mit so einem Stück Stoff? Der Fränkische Bund, ebenso auch die Fränkische Arbeitsgemeinschaft und auch der Frankenbund, drei Franken liebende Gemeinschaften (die wir hier im Franken-Magazin nun nacheinander vorstellen werden), bemühen sich, dieser Farce beizukommen. Das ist übrigens nur eines von vielen Beispielen der wachsenden Zusammenarbeit dieser fränkischen Gruppierungen.


Der Fränkische Bund hat heute ca. 600 Mitglieder, die zumeist einen höheren Bildungsstand aufzuweisen haben. Er finanziert sich durch Mitgliedsbeiträge. Es herrscht ein strenges Regiment – es gibt keine Karteileichen, wer seine Beiträge nicht zahlt, fliegt ebenso schnell raus wie politisch Verdächtige. „Unser Verein hat nichts zu bieten“ berichtet Kalb, „Wir bringen den Mitgliedern keine persönlichen Vorteile, keine Butterfahrten oder sonstigen Vergnügungen. Aber Leute, deren Einstellung unserem fränkischen Denken entspricht, sind willkommen, werden aufgeklärt und informiert.“ Dies geschieht durch die regelmäßige Zusendung eines Pressespiegels zu fränkischen Themen an die Mitglieder und Interessierten, die sich unter www.fränkischer Bund.de für den Newsletter anmelden. Die Organisationsform des Fränkischen Bundes bezeichnet Kalb als „diffus fränkisch – freiheitlich“. Unter Hinweis darauf, das die deutschen Freiheitsideale von 1848 vor allem in Franken Tradition hatten und weiter fanden (Kalb: „Franken gab den Hugenotten eine Heimat, in München durfte kaum ein evangelischer Bäcker einen Laden eröffnen“), wird die Gruppe von fünf gleichberechtigten Vorständen geleitet – jeder macht was er will und soviel er schafft! Ein derart freiheitlich organisierter Verein kann nicht leicht zerschlagen werden!


 Freigegeben von M.Häfner am Mittwoch, 21.April. @ 23:17:49 CEST
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 Wir in Franken 1-2010

Wir in Franken Ausgaben

Wir in Franken
20. Jahrgang - Nummer 1-2010 - Mitteilungen des Fränkischen Bundes e.V.


Feige Kehrtwendung der FDP in Sachen Rückgabe fränkischer Kulturgüter
Ein Kommentar aus fränkischer Sicht von Joachim Kalb

Wieder einmal reisten wir (Sabine Welß und ich) nach München in den Landtagsausschuss für Hochschule, Forschung und Kultur! Die Schlacht in Sachen Rückgabe unserer Kulturgüter ist noch nicht gewonnen, aber Nervosität, blinder Aktionismus und Erklärungsnöte im gegnerischen Lager nehmen zu und der Mangel an neuen Argumenten nimmt sichtlich ab. Es sieht aus, als ob unser Etappenziel erreicht wird. Will heißen, dass unser Anliegen im Parlament evtl. sogar auf der Grundlage einer Gesetzesinitiative in naher Zukunft behandelt wird. So heftig und so wütend wurde im Ausschuss noch nie über unser Thema diskutiert.

Die Mittelfränkin, Regierungsdirektorin Elisabeth Geuß, musste die von Kulturminister Wolfgang Heubisch (FDP) 54-seitige Ablehnung der Herausgabe unserer Kulturgüter dem Kulturausschuss erklären. Nachdem die Akteure innerhalb der Kulturabteilung durch den Ministerwechsel nicht ausgetauscht wurden, haben auch die gleichen Leute die Ablehnung mit den gleichen Argumenten wie unter Goppel geschrieben: Besitz Wittelsbach, redlich erworben, Weltgeltung Münchner Museen, nicht transportfähig …. Heubisch geht in seiner einseitigen Darstellung sogar noch etwas weiter, was Dr. Rabenstein (SPD) in seiner Stellungnahme regelrecht in Rage brachte. 'Dieser Bericht spricht von einer altbayerischen Überheblichkeit, und zwar in allen Zeilen.' Er betonte, kein Mensch fordere ja die Rückgabe aller fränkischer Kulturgüter. Er wolle sich aber auch nicht mit Dingen wie dem Guckkasten 'Schäferspiel' begnügen! 'Wir wollen das Herzogsschwert, wir wollen den Domschatz. Es könne nicht sein, dass von den wichtigen Sachen nichts an Franken zurückgegeben werden solle.'

Ebenso aus dem fränkischen Herzen sprach uns der Beitrag von Dr. Jürgen Fahn (FW): 'Wir sind der Auffassung, dass Kulturgüter dort die meiste Aufmerksamkeit erhalten, wo ihr historischer Ursprung ist.' Ganz wichtig auch sein Beitrag zu den Gesetzen von 1923 (Wittelsbacher Ausgleichsfonds), aufgrund derer die Verlagerung abgelehnt wurde:

'Gesetze kann man auch ändern.'

Der Oberbayer Dr. Sepp Dürr (Bündnis 90 / Die Grünen) warf dem Kunstminister bürokratisches und zentralistisches Denken vor. Es sei kein Wille erkennbar, den Wunsch der Bürger entgegenzukommen! 'Und was für die Franken identitätsstiftend ist, sollten die Franken schon selbst entscheiden dürfen.'

Besser hätten wir selbst vom Fränkischen Bund unsere Argumente nicht formulieren können als diese drei Oppositionspolitiker. Verheerend feige die Haltung der FDP in dieser denkwürdigen Sitzung, aber leider von der dpa München, welche die Pressemeldungen in Bayern mehr und mehr vorgibt, nicht erkannt. Nicht nur FDP-Minister Heubisch übertraf Goppel, sondern Frau Dr. Bulfon (FDP), die sich bei der letzten Sitzung 2009 im Petitionsausschuss noch voll für unser Anliegen ins Zeug gelegt hatte, rief ungläubiges Kopfschütteln hervor. WiF 1/2009 O-Ton vom 8.7.2009: 'Ich bin eine Zugezogene, aber ich spüre, dass dieser Antrag auf Rückführung fränkischer Kulturgüter aus der innersten Seele der Franken kommt. Es muss alles getan werden, dass dieser Wunsch der Franken soweit wie möglich umgesetzt wird.' Damals war die FDP auch schon in der Regierung. Fraktionschef Hacker forderte den Domschatz, die FDP wurde vom Fränkischen Tag als Domschatzpartei ausgerufen! Nun, am 10.3.2010, Herr Hacker war nicht anwesend, Frau Dr. Buflon war körperlich anwesend. Bei der Sitzung aber sprach sie kein einziges Wort dazu, nicht ein einziges. Unglaublich!

Nachdem Karl Freller (CSU) sich nicht so eindeutig geäußert hatte und sowohl für die eine als auch für die andere Seite Verständnis zeigte, sprang Hardliner Dr. Goppel ein. Obwohl in unserer Petition ja klar und deutlich steht, dass wir keine 'Enteignung' der Wittelsbacher wollen, sondern nur einen Ortswechsel, polemisierte er wie gewohnt. Man könne nicht über fremdes Eigentum verfügen und die Franken wollen es ja zum Teil gar nicht. Nochmals für alle, Herr Goppel, bitte herhören!! Wir wollen den Domschatz in Bamberg, das Herzogsschwert in Würzburg, den Hofer Altar in Hof und Albrecht Dürer in Nürnberg. Innerhalb eines Bundeslandes muss das doch möglich sein. Besitzer bleibt das Haus Wittelsbach oder der Bayerische Staat! Ist das so schwer zu verstehen? Abschließend wurde einstimmig beschlossen, dass die Diskussion weitergeht. Angesichts der Einigkeit der breiten Opposition, der Selbstverleugnung der FDP und der inneren Zerrissenheit der CSU in dieser Frage ist es eigentlich nur eine Frage der Zeit, bis eine Gesetzesinitiative oder eine namentliche Abstimmung im Parlament zustande kommt. Dann muss Farbe bekannt werden, und zwar von allen. Ich freue mich schon darauf.
Joachim Kalb

Entgegen aller journalistischen Gepflogenheiten hat die dpa München bei der letzten Ausschusssitzung des Landtages am 10.3.2010 die Meinung der 'klagenden Partei' (wir), gestützt durch 13.000 + 24.000 Unterschriften nicht interessiert. So bleibt die Haltung von FDP und CSU unkommentiert in der Öffentlichkeit. Deshalb bitte ich Sie, mischen Sie sich in die Diskussion ein, z.B. Einklicken in Internetforen, Schreiben von Leserbriefen, Herantreten an die Journalisten vor Ort usw. Mit der dpa München hatten wir schon am Tag der Franken in Bad Windsheim Probleme. Damals wurde von Seiten der Agentur einzig und allein die Seehofer-Rede verschickt, andere Meinungen kaum erwähnt. Das Ergebnis war eine total einseitige Berichterstattung, die viele Leserbriefe herausforderte.

Der Tag der Franken


Wir hatten gehofft, Ihnen in dieser Ausgabe bereits einen Programmablauf zum Tag der Franken präsentieren zu können. Leider Pustekuchen! Gehen Sie mal ins Internet und googeln: 'Tag der Franken Kulmbach' - Sie werden staunen! Da ist der letzte Eintrag noch von 2009! (Stand: 23.3.2010). Da heißt es: Der Tag der Franken 2010 wird am ersten Juliwochenende unter dem Motto 'Franken genießen' in Kulmbach begangen. In einem ersten Abstimmungsgespräch haben sich Bezirkstagspräsident Dr. Günther Denzler, der Kulmbacher Landrat Klaus Peter Söllner und Kulmbachs Oberbürgermeister Henry Schramm auf den Rahmen der Veranstaltung geeinigt. Auf Grund der mangelhaften Vorplanung gab es ein Hin und Her in der Tagespresse. Vielen sind die Kosten zu hoch, vor allem auch, weil völlig unklar ist, wofür die 211 000 Euro ausgegeben werden sollen.


Harsche Worte vom Fränkischen Bund

Fest steht: Bis dato ist noch kein Programmablauf veröffentlicht worden. Nur noch einige Wochen sind es zum Tag der Franken! Der Fränkische Bund übt in einer Stellungnahme deutlich Kritik an vielen Punkten aus dem Bereich der Programmgestaltung. Ärgerlich ist auch, dass gerade fränkische Verbände, wie der Fränkische Bund und die FAG im Vorfeld diesmal nicht eingebunden worden seien. Auch die Tatsache, dass als Festredner Horst Seehofer angefragt ist, will der Fränkische Bund so nicht hinnehmen: Beim letzten Tag der Franken in Bad Windsheim wurde von Herrn Seehofer der Tag als Wahlkampfauftritt missbraucht.

Hier müssen auch klare Worte zu einem möglichen Festakt gesagt werden: Wir lehnen ein teures Bankett im Rahmen eines Empfangs von etwa 350 'Ehrengästen' wie im letzten Jahr vehement ab. Vom Steuerzahler finanziertes Essen und Trinken für viele meist CSU-nahe Parteipolitiker und häufig auch Leute, die mit fränkischen Interessen nichts am Hut haben: Nein danke!


Die Staatsregierung an ihre Pflichten erinnern

Zur Erinnerung: Der Tag der Franken wurde schon Jahre vorher, exakt im Juli 2000, von der Fränkischen Arbeitsgemeinschaft und dem Fränkischen Bund e.V. gefeiert und wurde durch einen einstimmigen Landtagsbeschluss am 16.3.2006 eingeführt. Der, der so etwas einführt, ist generell auch für die Finanzierung zuständig, also demnach die Bayerische Staatsregierung als ausführendes Organ. Wir hier in Franken zahlen Steuern, von denen z.B. die vier Münchner Landestheater finanziert werden. Umgekehrt sollen nun der Bezirk, der Landkreis, die Stadt Kulmbach und die Oberfrankenstiftung den Tag der Franken alleine finanzieren.

Schon im letzten Jahr sollten für eine Replik der Heinrichskrone, die als Beutekunst während der Säkularisation nach München 'verbracht' wurde, 100 000 Euro von der Oberfrankenstiftung ausgegeben werden. Wir zahlen für das, was uns gestohlen wurde. Wir vom Fränkischen Bund e.V. halten eine solche Verhaltensweise für skandalös und appellieren an die Parteipolitiker, besonders an die Adresse der CSU (OB Kulmbach und Bezirkstagspräsidenten), diesbezüglich die Staatsregierung an ihre Pflichten nachdrücklich zu erinnern.
Joachim Kalb, Norbert Gramlich

Manche Städte Frankens feiern 200 Jahre Zugehörigkeit zu Bayern!


z. B.: Bayreuth:

Am 9. Januar 2010 war der 'Ball der Stadt Bayreuth' unter dem Motto: 'Unter weiß-blauem Himmel', die Stadt will auch das Bürgerfest Anfang Juli unter dieses Motto stellen.
Man gibt zwar zu, dass die Schlösser der Markgrafen nach Beginn der bayerischen Herrschaft eine beträchtliche Abwanderung von Gemälden und Mobiliar nach München zu verzeichnen hatte. Der Zuwachs an Kunstgegenständen aller Art kam dem neu geschaffenen bayerischen Königshaus gerade recht, aber..... 'was wäre Bayreuth ohne Bayern? Richard Wagner wäre niemals nach Bayreuth gekommen, es gäbe keine Festspiele, König Ludwig II von Bayern sei Dank! Bayreuth wäre ein Städtchen in der Provinz geblieben.'
Der emeritierte Universitätsprofessor Helmut Schaller verwies auf den 'gescheiterten Versuch patriotischer Franken' (der FB?), 1997 einen 'eigenen Freistaat Franken' von Bayern abzutrennen. Das Bundesverfassungsgericht ''habe den Sezessionisten damals eine Absage erteilt'.
Schaller zitierte ein Wort des Bayern-Königs Ludwig I: 'Außerhalb Bayerns gibt es kein Leben, und wenn es ein Leben gibt, so ist es nicht so wie das bayerische....'
Anm. des Verfassers NG: Bayreuth hätte nicht in der Provinz verschwinden müssen. Sein Opernhaus, das jetzt in die Unesco Welterbeliste aufgenommen werden soll, seine Eremitage, sein Altes und Neues Schloss mit dem Hofgarten, die evang. Stadtkirche, die kath. Schlosskirche. In mittelbarer Nähe das Schloss und die Parkanlage Fantaisie, und Sanspareil, alles Kulturgüter, die vor der Bayern-Zeit entstanden sind und die auch viele Besucher nach Bayreuth gebracht hätten. Und nicht nur die paar Wochen in der Festspielzeit, sondern das ganze Jahr über!


z. B. Erlangen:

In den 'Die amtlichen Seiten', Mitteilungsblatt der Stadt Erlangen, steht es: Vor 200 Jahren stellte das Schicksal für die Erlanger eine wichtige Weiche: Die Hugenottenstadt fällt am 28. Februar 1810 durch den Vertrag von Paris an das junge Königreich Bayern.
"Im Unterschied zu vielen anderen Gebietserwerbungen, die von den neuen Machthabern gründlich ausgebeutet wurden, gehörte Erlangen zu den Gewinnern dieser Phase, in der das 'moderne Nordbayern' entstand. Und wie durch ein Wunder blieb die Stadt von den militärischen Auseinandersetzungen in der Region praktisch unbehelligt.
Dafür gelangten wertvolle Kulturschätze nach Erlangen, u.a. die Bibliotheken der 1809 aufgehobenen Nürnberger Universität in Altdorf" (sieh einer an! NG)


z. B. Kulmbach:

Bekanntlich findet der ''Tag der Franken'' dieses Jahr in Kulmbach statt. Da wurden schon Stimmen laut, die diesen Tag mit einer 200-Jahrfeier zur Zugehörigkeit Bayern evtl. mit einem Festzug verbinden möchten. Da müssen wir aber gewaltig aufpassen. War schon im letzten Jahr der 'Tag der Franken' fast eine reine CSU-Veranstaltung!
Quellen: Nordbayerischer Kurier vom 10.12.2009 (Bernd Mayer) - Termine der Stadt Bayreuth, Amtsblatt der Stadt Erlangen (Andreas Jakob). Norbert Gramlich

Stoiberland ist abgebrannt


So titelt der Stern in seiner Ausgabe 53/2009 - 'Jahrelang protzte die CSU mit ihrer wirtschaftlichen Kompetenz. Doch der Milliardenskandal um die Bayerische Landesbank und ihre Tochter Hypo Alpe Adria ruiniert nun den Ruf der einstigen Staatspartei'. So weit der Stern. Alle Misere hatte doch ihren Anfang im Größenwahn Stoibers gefunden!

Mit dem Niedergang der Hypo-Vereinsbank ging der erste Traum Stoibers den Bach hinunter. Seine Träume, ja, er hatte mehrere, davon waren: München zu einem der größten Finanzplätze Deutschlands, zum größten Versicherungs- und zum 1. Medienplatz zu machen. Die 1972 gegründete Landesstiftung und die Forschungsstiftung waren beide einst steinreich. Doch die Bayern-Regenten setzten beinahe das gesamte Vermögen auf eine Aktie: die der Bayerischen Vereinsbank. Am Ende verfügte der Freistaat über 27 Mio. Aktien und einen Aufsichtsratsposten, den bis 1995 der damalige Ministerpräsident Stoiber einnahm. 1998 übernahm die Bayerische Vereinsbank die schwächelnde Bayerische Hypotheken- und Wechselbank - den Deal hatte Stoiber eingefädelt. Er wollte München zum größten Finanzplatz machen und richtete dadurch nicht nur die Bayern-LB zu Grunde (1998!), auch die Hypobank und die Bayerische Landesaufbaubank kamen ins Schleudern. Er ließ durch die Bayern-LB noch einige Milliarden an Medienmogul Leo Kirch überweisen, obwohl der de facto schon pleite war.

Die AZ vom 13.1.2010 titelt: Bayern LB - neue Vorwürfe gegen Edmund Stoiber - Interview zeigt ihn als treibende Kraft hinter dem katastrophalen Landesbank-Deal.

Frontal 21 hat ein Interview von Stoiber mit dem kroatischen Fernsehen ausgegraben: 'Wir sind außerordentlich daran interessiert, dass diese Übernahme erfolgreich ist'.

Stoiber dagegen hatte stets versichert, am Kaufvertrag nicht beteiligt gewesen zu sein. Darauf der kroatische Bankchef: Stoiber hat gelogen! (AZ vom 28.12.2009)

Und: Am 12.1.2010 berichtet Frontal: Stoiber habe der Regierung von Kroatien gedroht: 'Entweder die HGAA an die Bayern LB oder kein Beitritt zur EU' (!!!).

Die SPD-Abgeordnete Inge Aures hat mit ihrer SPD und den Freien Wählern Strafanzeige gegen Verantwortliche der Bayern-LB gestellt: Diese Leute versenken zehn Milliarden Euro und keinen interessiert das - da müssen einige von denen hinter Gitter'.

Der Bund der Steuerzahler kritisiert: 'Die CSU-Granden, die zahlreich in den Gremien ihrer Landesbank vertreten sind, sind totale Nullen. Sie müssen sich in ihren Wahlkreisen vorrechnen lassen, wie viele Kindergärten, Schulen und Straßen man mit den verlorenen 3,7 Milliarden hätte bauen können'. (Stern 53/2009 - Die jetzige Krise der Bayern LB ist also nur eine Fortsetzung jahrelanger Fehlpolitik.

"Stoiber ist politisch für das Debakel verantwortlich"
Joachim Herrman lt. AZ vom 13.1.2010

 

Es ist schon merkwürdig, wie vielen Leuten man die Schuld an diesem Desaster geben will: Günter Beckstein, Erwin Huber, Kurt Faltlhauser, Michael Kemmer, Siegfried Naser, Hans Schaidinger, Werner Schmidt und noch einige mehr, nur EINER ist nicht dabei: Edmund Stoiber! Schon sehr sonderbar!
Norbert Gramlich


 Freigegeben von M.Häfner am Dienstag, 20.April. @ 13:31:09 CEST
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 Offener Brief an Frau Hohlmeier

Franken Europa

Fränkischer Bund e.V.
Kreisverband Bayreuth

Offener Brief
(Bis heute -18.04.2010 -nicht beantwortet)



Frau Monika Hohlmeier
Europaabgeordnete

S t r a ß b u r g

17.02.2010

Zwischenbilanz Ihrer Arbeit im Europaparlament


Sehr geehrte Frau Hohlmeier,

nach über 100 Tagen im Amt möchten wir Sie als Bürger Ihres Wahlkreises Oberfranken fragen:

Was haben Sie bisher für Oberfranken erreichen können?

Sie wollten sich vor Ihrer Wahl zum Europäischen Parlament für die Belange Oberfrankens einsetzen.
Konkretes wurde von Ihnen nicht angesprochen, es gab auch keine Presseberichte über Ihre diesbezüglichen Absichten.
Es gab aber Schlagzeilen wie:
„Schnell heimisch fühlen“!!! (Ihr Wechsel von Oberbayern nach Oberfranken)
oder „Sturm der Entrüstung“ (Parteiaustritte in Ihrer Partei),
„Seehofer will Frieden mit Strauß-Familie“, in „Affront für die Franken“ ging es hoch her in den Leserbriefen und in „Hohlmeiers Charme-Offensive“ sollte wieder einiges übertüncht werden.
Dies ist nur eine ganz geringe Auswahl.

Wir machen hier von unserem Recht Gebrauch zu fragen, welche Maßnahmen bzw. Schritte zum Wohle Ihrer „Wahl“heimat Oberfranken von Ihnen initiiert wurden bzw. sich im laufenden Prozess befinden.

Falls Sie Ihre Aktivitäten nicht mit einem Schreiben sondern vielleicht sogar in einem persönlichen Gespräch darlegen wollen, freuen wir uns auch auf ein persönliches Treffen.

Für Ihre Antwort, in welcher Form auch immer, sind wir Ihnen dankbar.

Mit fränkischen Grüßen


Adam Oppel Wolfgang Popp Sabine Welß

 

Anlage: ein Gedicht unseres Mitgliedes Albin Summa - Im Forum eingefügt


 Freigegeben von M.Häfner am Sonntag, 18.April. @ 22:55:27 CEST
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 LB zu Dachmarke ''Oberfranken''

Leserbriefe


Dachmarke überflüssig wie ein Kropf


Nordbayerischen Kurier 21.04.2010
Berechtigter Weise ist dieser Tage das Kürzel FDP (= Westerwelle) für viele zum Reizwort geworden. Ungeachtet dessen muss man aber Herrn Nagel uneingeschränkt voll zustimmen, wenn er Herrn Wenning kritisiert, weil er 500.000 Euro sinnlos für eine „Dachmarke“ verschleudert hat.

Das Hobby von Frau Huml und Herrn Wenning, eine Dachmarke Oberfranken zu entwickeln, ist genau so überflüssig und kleinkariert wie die letzte „Großtat“ des Amtsvorgängers Herrn Anger, der den Mittelpunkt von Oberfranken suchte und sogar fand. Über den Verein „Oberfranken Offensiv“ versuchen Huml und Wenning sogar damit unsere Schüler zu belästigen, die sicher sinnvolleres zu tun haben.

Was soll dieses fränkische Sektierertum überhaupt? Ist etwa Mainfranken mit seinen Heckenwirtschaften oder Mittelfranken mit seinem Schäuferla keine Genussregion? Unsere fränkische Lebensart ist in „Ober“-, „Unter“-, „Mittel“-, „Hoch“-Franken gleichermaßen sicht- und spürbar!

Wenn man schon Geld übrig hat, dann sollte endlich mal unter einem einheitlichen Frankenlogo für das Fichtelgebirge, die Fränkische Schweiz (die sind da schon weiter), den Frankenwald usw. eine ganzheitliche ordentliche Tourismuswerbung gemacht werden. Geworben wird mit fränkischer Lebensart und Kultur, also mit fränkischem Kellerbier, Frankenwein, Bratworscht, Klöß, Pressack, Staffelberg, Walberla, Ochsenkopf, mit Osterbrunnen und rot-weißen Maibäumen, mit dem Bamberger Domschatz….

Schwupp, da wären wir schon wieder bei der FDP. Denn den Domschatz rückt FDP-Minister Heubisch nicht raus. Und sein Fraktionschef Hacker aus Bayreuth ist in dieser Frage „FDP-mäßig“ im Landtag einfach umgefallen, sonst hätten wir ihn vielleicht schon.

Wenn wir natürlich weitermachen mit Bleaml-Aml, weiß-blau-gerauteten Tischdecken, Wittelsbacher Fahnen, Schmankerln, Haferln, Obatztn, Chiemsee-Trachten usw., dann sind wir ein viertklassiger Abklatsch und kein Original. Dann schaun sich die Leute natürlich lieber die Original-Seppl-Kultur in Oberbayern an und fahren an „Ober“-….Franken vorbei.

Joachim Kalb
Fränkischer Bund e.V.


 Freigegeben von M.Häfner am Sonntag, 18.April. @ 22:14:00 CEST
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 Presseerklärung 3A / 2010

Pressemitteilungen

Sehr geehrte Damen und Herren,

über die Sitzung im Ausschuss für Hochschule, Kultur und Forschung, bei der die Stellungnahme des Kulturministers Dr. Heubisch (FDP) sowie seine Bestandsliste der Münchner Museen und der Wittelsbacher Stiftung vorgestellt wurde, berichteten am 11.3. zumeist auf der Grundlage einer Meldung der dpa München die Medien.
Das Echo, vor allem in den Internetforen, war groß.

Diese dpa-Meldung hielt der Öffentlichkeit zwei wesentliche Informationen vor:

1. Das Ergebnis des einstimmigen Beschlusses am Ende der Sitzung, also wie geht es weiter, wurde nicht erwähnt, weshalb der völlig falsche Eindruck in der Öffentlichkeit entstand, "das wars". Klar ist, es geht mit Sicherheit im Landtag weiter. Allerdings weilt der Kulturausschuss diese Woche in Japan.

2. Es wurde die dpa-Meldung in etwa wiedergegeben, was die Vertreter der Parteien vorbrachten. Aber die Verfasser der Petition wurden entgegen jeder journalistischen Gepflogenheit nicht zum Thema befragt. Immehin wurden von uns mit der Petition 13.000 Unterschriften eingereicht sowie von einer Bamberger Bürgerinitiative vorher schon mal 24.000 Unterschriften.

Leider ist dies nicht das erste Mal, dass wir diese ungewöhnlich schlechte Erfahrung mit der dpa München machen. Am Tag der Franken 2009 in Bad Windsheim wurde einzig und allein die Rede von Seehofer über dpa München verbreitet. Medien, die aus Kostengründen keine eigenen Korrespondenten hinschicken können, vermitteln dann ein einseitiges Bild in der Öffentlichkeit, was in diesem Falle für erhebliche Irritationen geführt hat.

Wir bitten deshalb um Beachtung unserer Presseerklärung!

Mit freundlichen Grüßen
Joachim Kalb
Für den Landesvorstand Fränkischer Bund e.V.


Nachfolgend die Presseerklärung


Presseerklärung Nr. 3A/ 2010


 

15.03.2010

 

Rückführung der Kulturgüter – Landtagsausschusssitzung 10.3.2010

Bezüglich der Landtagsausschusssitzung am 10.3.2010 ist von unserer Seite zu bemerken:

Sabine Welß und ich vom Landesvorstand waren bei der Sitzung als Zuschauer anwesend.

Alles was Herr Dr. Rabenstein (SPD), Herr Dr. Fahn (FW) und Herr Dr. Dürr (Bündnis 90/Die Grünen) dazu gesagt haben, ist vorbehaltlos auch unsere Meinung.

Falsche Interpretationen kommen vor allem von Herrn Dr. Goppel (CSU) und Herrn Minister Heubisch (FDP), welcher alles offenbar unreflektiert von seinem Vorgänger (Dr. Goppel) übernommen hat.

Es steht klar und deutlich in unserer Petition, dass wir keine Enteignung der Wittelsbacher Stiftung wollen, sondern nur einen Ortswechsel der fränkischen Kulturgüter (Domschatz, Herzogsschwert) in ihre Ursprungsorte. Sprich: Besitzer des Bamberger Domschatzes bleibt weiterhin Wittelsbach, Ausleihungsort aber ist Bamberg! Das muss innerhalb eines Bundeslandes möglich sein.

Aufgrund derart hinterhältiger Fehlinterpretation und Stimmungsmache kommen wir aber zu dem Schluss, dass eine Änderung des Gesetzes von 1923 unumgänglich ist. Das wäre schon möglich, wenn sich die FDP an ihre früheren Aussagen als Regierungspartei zu diesem Thema hielte.

Wie Dr. Rabenstein (SPD) richtig gesagt hat, war es nicht der Auftrag des Kulturministeriums, eine Liste des Fränkischen Bundes im Internet zu kommentieren, sondern eine Liste der fränkischen Kulturgüter zu erstellen, wozu nach unserer Meinung auch die Kulturgüter aus den Museumskellern und Depots gehören.

Völlig inakzeptabel was das Verhalten von Frau Dr. Bulfon (FDP), die noch in der letzten Sitzung zum Thema die Rückgabe der fränkischen Kulturgüter als eine Herzensangelegenheit der Bevölkerung bezeichnete. Am 10.3. sprach sie nicht ein einziges Wort dazu.


Bitte lesen Sie auch unsere nachfolgende Einschätzung nach!


Vom Landtagsamt wurde uns auf Anfrage mitgeteilt, dass wir weder die Stellungnahme des Ministers vom Vorjahr noch das Sitzungsprotokoll im Petitionsausschuss noch die erstellte Liste aus rechtlichen Gründen einsehen dürfen. Dies halten wir als Antragsteller für einen nicht akzeptablen Zustand. In einer Demokratie sollte freier Zugang zu Informationen zumindest für Betroffene gewährleistet sein.

Aus den spärlichen Informationen, die wir haben, ergibt sich folgendes Bild:

Grundsätzlich ist die Arbeit bezüglich der Auflistung der bayerischen Staatsgemäldesammlung, der staatlichen Antiksammlungen und Glyptothek der Staatsgemäldesammlung zu würdigen. In wieweit die nicht ausgestellten Kulturgüter aus den Magazinen auf diesen Listen erfasst sind, ist nicht erkennbar, wäre aber auch von Bedeutung.

Zum Anschreiben vom Bayerischen Staatsminister für Wissenschaft, Forschung und Kunst an die Landtagspräsidentin ist folgendes zu bemerken:

1. Dass die Münchner Museen ihren Besitz mit Zähnen und Klauen verteidigen und nichts herausgeben wollen, war seit Beginn der Diskussion klar!

2. Der „liberale“ Minister hat die erneute ablehnende Stellungnahme von den gleichen „Akteuren“ verfassen lassen, die schon die Ablehnung von Zehetmair und Goppel geschrieben haben. Deshalb auch die gleichen Argumente. Unter liberal-freiheitlich ist demnach nur Wirtschaftsliberalismus zu verstehen.

3. Dass die Ablehnung extrem einseitig begründet ist, deutet sich schon auf den ersten Seiten an. Eine einzige Zeitung schrieb im letzten Jahr über die Forderung von 37.000 Menschen nach Rückführung des Bamberger Domschatzes usw. negativ, nämlich der Journalist und König-Ludwig-Autor Hintermeier in der FAZ. Alle anderen zig Zeitungen sahen die Forderungen als berechtigt an. Herr Heubisch zitiert die FAZ. Ist das liberal?

4. Herr Hacker, Fraktionsvorsitzender der FDP aus Bayreuth, hatte die Rückführung des Domschatzes lautstark gefordert, worauf die FDP gleich als Domschatzpartei vom „Fränkischen Tag“ betitelt wurde. Herr Heubisch (FDP) setzt alles daran, eben das zu verhindern. Das ist ein grobes Täuschungsmanöver.

5. Für uns nicht nachvollziehbar und unverständlich ist, dass ein liberaler Kultusminister sich im Falle der Rückführung der Kernstücke der fränkischen Kulturgüter wie den Bamberger Domschatz auf ein Gesetz von 1923 (dauerhafte Präsentation in der Münchner Residenz) beruft bzw. dahinter verschanzt. Selbst die Konservativen haben es geschafft, die Passagen zur Todesstrafe bzw. zur bayerischen Staatsbürgerschaft aus der Bayerischen Verfassung zu streichen. Eine Parlamentsmehrheit kann jederzeit dieses Gesetz abschaffen oder ändern. Das ist der eigentliche Knackpunkt!

Es ist zu hoffen, dass eine Fraktion im Landtag einen solchen Antrag stellt. Dann muss nämlich Farbe bekannt werden, inbesonders von der FDP.

6. Wie willkürlich die Festlegungen aufgrund bestellter Gutachter sind, zeigen die Ausführungen des Ministers zum „sogenannten“?! fränkischen Herzogschwert. Hieß es noch vor kurzem, dass keine Ausleihe mehr möglich sei wegen des fragilen Zustandes, so heißt es jetzt „keine grundsätzlichen Bedenken gegen eine Ausleihe für temporäre Ausstellungen“. Demnach stünde einer sofortigen Ausleihe an Würzburg nichts im Wege!

7. Abschließend ist festzustellen, dass sich der Petitionsausschuss zum wiederholten Male offensichtlich einseitig von derselben Stelle fachlich informiert hat, welche bereits in der Vergangenheit (mit sich z.T. widersprechenden Ausführungen) eine Rückführung abgelehnt hat. Wenn der Ausschuss auch nur ansatzweise sicher gehen wollte, einen objektiven und möglichst umfassenden Überblick zu erhalten, wäre es angezeigt, mindesten eine zweite Meinung einzuholen und eine externe Überprüfung von einem unabhängigen Fachmann vornehmen zu lassen. Im Übrigen bedeutet die Redewendung „fragil, nicht transportfähig“ unter Museumsleuten „Wir wollen nichts herausgeben“.

Dies ist gegenwärtiger Stand der Diskussion.

Joachim Kalb, Mitglied im Landesvorstand des Fränkischen Bundes e.V.
Wacholderich 7, 95466 Weidenberg, Tel./Fax: 09209/856 joachim_kalb@yahoo.de


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Nachfolgend ein Beitrag zum Thema für unsere WIF 1/2010

Feige Kehrtwendung der FDP in Sachen Rückgabe fränkischer Kulturgüter
Ein Kommentar aus fränkischer Sicht von Joachim Kalb


Wieder einmal reisten wir (Sabine Welß und ich) nach München in den Landtagsausschuss für Hochschule, Forschung und Kultur! Die Schlacht in Sachen Rückgabe unserer Kulturgüter ist noch nicht gewonnen, aber Nervosität, blinder Aktionismus und Erklärungsnöte im generischen Lager nehmen zu und der Mangel an neuen Argumenten nimmt sichtlich ab. Es sieht aus, als ob unser Etappenziel erreicht wird. Will heißen, dass unser Anliegen im Parlament evtl. sogar auf der Grundlage einer Gesetzesinitiative in naher Zukunft behandelt wird. So heftig und so wütend wurde im Ausschuss noch nie über unser Thema diskutiert.

Die Mittelfränkin, Regierungsdirektorin Elisabeth Geuß, musste die von Kulturminister Wolfgang Heubisch (FDP) 54seitige Ablehnung der Herausgabe unserer Kulturgüter dem Kulturausschuss erklären. Nachdem die Akteure innerhalb der Kulturabteilung durch den Ministerwechsel nicht ausgetauscht wurden, haben auch die gleichen Leute die Ablehnung mit den gleichen Argumenten wie unter Goppel geschrieben: Besitz Wittelsbach, redlich erworben, Weltgeltung Münchner Museen, nicht transportfähig …. Heubisch geht in seiner einseitigen Darstellung sogar noch etwas weiter, was Dr. Rabenstein (SPD) in seiner Stellungnahme regelrecht in Rage brachte. „Dieser Bericht spricht von einer altbayerischen Überheblichkeit, und zwar in allen Zeilen.“ Er betonte, kein Mensch fordere ja die Rückgabe aller fränkischer Kulturgüter. Er wolle sich aber auch nicht mit Dingen wie dem Guckkasten „Schäferspiel“ begnügen! „Wir wollen das Herzogschwert, wir wollen den Domschatz. Es könne nicht sein, dass von den wichtigen Sachen nichts an Franken zurückgegeben werden solle.“

Ebenso aus dem fränkischen Herzen sprach uns der Beitrag von Dr. Jürgen Fahn (FW): „Wir sind der Auffassung, dass Kulturgüter dort die meiste Aufmerksamkeit erhalten, wo ihr historischer Ursprung ist.“ Ganz wichtig auch sein Beitrag zu den Gesetzen von 1923 (Wittelsbacher Ausgleichsfond), aufgrund derer die Verlagerung abgelehnt wurde: „Gesetze kann man auch ändern.“

Der Oberbayer Dr. Sepp Dürr (Bündnis 90 / Die Grünen) warf dem Kunstminister bürokratisches und zentralistisches Denken vor. Es sei kein Wille erkennbar, den Wunsch der Bürger entgegenzukommen! „Und was für die Franken identitätsstifend ist, sollten die Franken schon selbst entscheiden dürfen.“
Besser hätten wir selbst vom Fränkischen Bund unsere Argumente nicht formulieren können als diese drei Oppositionspolitiker.

Verheerend feige die Haltung der FDP in dieser denkwürdigen Sitzung, aber leider von der dpa München, welche die Pressemeldungen in Bayern mehr und mehr vorgibt, nicht erkannt. Nicht nur FDP-Minister Heubisch übertraf Goppel, sondern Frau Dr. Bulfon (FDP), die sich bei der letzten Sitzung 2009 im Petitionsausschuss noch voll für unser Anliegen ins Zeug gelegt hatte, rief ungläubiges Kopfschütteln hervor. WiF 1/2009 O-Ton vom 8.7.2009: „Ich bin eine Zugezogene, aber ich spüre, dass dieser Antrag auf Rückführung fränkischer Kulturgüter aus der innersten Seele der Franken kommt. Es muss alles getan werden, dass dieser Wunsch der Franken soweit wie möglich umgesetzt wird.“ Damals war die FDP auch schon in der Regierung. Fraktionschef Hacker forderte den Domschatz, die FDP wurde vom Fränkischen Tag als Domschatzpartei ausgerufen! Nun, am 10.3.2010, Herr Hacker war nicht anwesend, Frau Dr. Buflon war körperlich anwesend. Bei der Sitzung aber sprach sie kein einziges Wort dazu, nicht ein einziges. Unglaublich!

Nachdem Karl Freller (CSU) sich nicht so eindeutig geäußert hatte und sowohl für die eine als auch für die andere Seite Verständnis zeigte, sprang Hartleiner Dr. Goppel ein. Obwohl in unserer Petition ja klar und deutlich steht, dass wir keine „Enteignung“ der Wittelsbacher wollen, sondern nur einen Ortswechsel, polemisierte er wie gewohnt. Man könne nicht über fremdes Eigentum verfügen und die Franken wollen es ja zum Teil gar nicht. Nochmals für alle, Herr Goppel, herhören!! Wir wollen den Domschatz in Bamberg, das Herzogschwert in Würzburg, den Hofer Altar in Hof und Albrecht Dürer in Nürnberg. Innerhalb eines Bundeslandes muss das doch möglich sein. Besitzer bleibt das Haus Wittelsbach oder der Bayerische Staat! Ist das so schwer zu verstehen?

Abschließend wurde einstimmig beschlossen, dass die Diskussion weitergeht. Angesichts der Einigkeit der breiten Opposition, der Selbstverleugnung der FDP und der inneren Zerrissenheit der CSU in dieser Frage ist es eigentlich nur eine Frage der Zeit, bis eine Gesetzesinitiative oder eine namentliche Abstimmung im Parlament zustande kommt. Dann muss Farbe bekannt werden, und zwar von allen. Ich freue mich schon darauf.


 Freigegeben von M.Häfner am Montag, 15.März. @ 16:25:45 CET
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