Fränkischer Bund widerspricht Söder: Bayern ist nicht zu klein, sondern zu groß

Regierungsbezirke und Regierungspräsidien sind unnötig

Der Fränkische Bund begrüßt es, dass der bayerische Ministerpräsident das Thema Neugliederung des Bundesgebietes anspricht. Allerdings denkt Markus Söder (CSU) genau in die falsche Richtung. Stadtstaaten und kleine Flächenbundesländer sind natürlich in Frage zu stellen. Aber Bayern ist genauso wie Nordrhein-Westfalen und Baden-Württemberg zu groß. Dies zeigt sich in der Existenz und Notwendigkeit von Regierungsbezirken in diesen Bundesländern. Bundesländer mit etwa fünf bis zehn Millionen Einwohnern benötigen offensichtlich keine Regierungsbezirke. In kleineren Bundesländern sind Planungsregionen, welche aus wenigen Landkreisen und kreisfreien Städten gebildet werden, ausreichend. Wenn eine Verwaltungsreform für die Bundesländer sinnvoll sein und Kosten einsparen soll, dann müssen die neugegliederten Bundesländer ohne Regierungsbezirke und Regierungspräsidien auskommen. Dass größere Verwaltungsstrukturen grundsätzlich effizienter wären, hat sich schon öfters als Trugschluss erwiesen.

Würde man ein Bundesland Franken bilden, welches im Gebietszuschnitt in etwa der Kulturregion Franken entspricht, hätte dieses eine Einwohnerzahl von fünf bis sechs Millionen Einwohnern. Das ist nach Ansicht des Fränkischen Bundes eine gesunde und ausreichende Größe. Ein vom Fränkischen Bund in den 1990er Jahren gestartetes Volksbegehren zur Bildung eines Bundeslandes Franken wurde damals vom Bundesinnenministerium abgelehnt. Klagen änderten daran nichts. Seitdem spricht sich der 1990 gegründete Verein für eine bundesweite Neugliederung des Bundesgebietes aus. Diese kann nur entweder von der Politik oder von einer bundesweit agierenden Organisation oder einem bundesweit aufgestellten Bündnis auf den Weg gebracht werden. Die gesetzlichen Regelungen in Artikel 29 des Grundgesetzes ermöglichen nahezu als einzige einen bundesweiten Volksentscheid in der Bundesrepublik Deutschland. Im Sinne und Interesse der Eigenverantwortlichkeit der Regionen und der dort lebenden Menschen unterstützt der Fränkische Bund grundsätzlich den basis- und direktdemokratischen Ansatz. Dieses Regulativ für die Politik ist naturgemäß notwendig und stärkt die Demokratie und das Vertrauen in das System.

Pressemitteilung vom 14.1.2026

Berichte vom Fest „25 Jahre Fränkischer Bund“

Zur Festveranstaltung „25 Jahre Fränkischer Bund“ am 28. November 2015 in Stiebarlimbach liegen derzeit zwei Berichte vor: einer in der „Wir in Franken“  → http://www.infranken.de/regional/artikel_fuer_gemeinden/200-Jahre-Franken-unter-Bayern-sind-genug;art154303,1422082  und der andere aus der Feder unseres 2. Vorsitzenden → 25 Jahre FB

Außerdem gibt´s einige Bilder dazu in der „Galerie“!

 

Kritik an Preisverleihung „Heimat Bayern“

Die Vergabe des Preises „Heimat Bayern“ ausschließlich an oberbayerische Vereine kritisiert zu Recht die fränkische SPD-Abgeordnete Helga Schmitt-Bussinger:

http://www.nordbayern.de/region/nuernberg/kritik-an-soder-franken-geht-bei-heimat-preis-leer-aus-1.4653894

Dazu dieses selbsterklärende Bild (von der Website des Finanz- und Heimatministeriums):

Bild Heimatpreis 2015

Hier werden die geehrten Vereine ausführlicher beschrieben:

https://www.bayernkurier.de/kultur/5651-brauchtum-ist-heimatgefuehl

Und hier die Presseerklärung der SPD dazu: → PM Heimat Bayern

Ehrlicherweise sollte man den Preis in „Oberbayern-Heimatpreis“ umbenennen!

Und hier ein Kommentar dazu von unserem 2. Vorsitzenden:

Oberbayernpreis JK