Große Fahnentausch-Aktion

 


Der Fränkische Bund bietet anlässlich der Fahnenhissung auf dem Staffelberg allen Franken an, vorhandene Bayern-Fahnen mit weiß-blauer Raute gegen eine Frankenfahne („Fränkischer Rechen“) einzutauschen. Für die in Thüringen und Baden-Württemberg gelegenen fränkischen Regionen gilt dies entsprechend auch für die Fahnen dieser Bundesländer.
Wer seine Fahne tauschen möchte, wird gebeten, sich mit vollständiger Anschrift per Mail an
frankenfahne@fraenkischer-bund.de
oder an
Fränkischer Bund e.V.
Postfach 100345
95403 Bayreuth
zu wenden. Die ersten drei Interessenten pro Landkreis erhalten im Rahmen des Fahnentausches die Frankenfahne (90×150 cm) geschenkt.

Franken ist eine historisch gewachsene Region mit gemeinsamer Sprache, Architektur, Geschichte und Kultur. Frankens regionale Vielfalt ist dabei gleichzeitig das verbindende Element. Als Ausdruck des fränkischen Zusammengehörigkeitsgefühls hat sich in den letzten Jahrzehnten der „Fränkische Rechen“ als das fränkische Symbol schlechthin entwickelt.
In Franken lässt sich damit Heimatverbundenheit viel besser ausdrücken, als durch die weiß-blaue Raute, die auf ein niederbayerisches Adelsgeschlecht (Grafen von Bogen) zurück geht und die meist lediglich an München, das Voralpenland oder das Oktoberfest denken lässt, aber kaum an Franken. Gerade in Zeiten der Globalisierung ist aber die Besinnung auf die regionalen Wurzeln wichtig, und dafür braucht es für einen heimatbewussten Franken ein fränkisches Symbol – wie eben den “Fränkischen Rechen”.

Fränkischer Bund mit neuem Vorstand

Am Sonntag, 31.3.2019 fand die jährliche Mitgliederversammlung des Fränkischen Bundes e.V. mit turnusmäßigen Vorstandwahlen in der Gaststätte Matthes im Ortsteil Mengersgereuth-Hämmern der Gemeinde Frankenblick im Landkreis Sonneberg statt.

Die Mitgliederversammlung wird jedes Jahr in einem anderen Teil der Kulturregion Franken abgehalten. In diesem Jahr fand sie zum ersten Mal in dem im Bundesland Thüringen gelegenen Teil Frankens statt, auch in Vorbereitung des Tages der Franken, der in diesem Jahr bundeslandübergreifend in Neustadt b. Coburg und Sonneberg gefeiert wird.

Der 1. Vorsitzende Joachim Kalb und der Schriftführer Peter Purrucker kandidierten nicht mehr für den Vorstand.

Gewählt wurden:
1. Vorsitzender: Otto Weger (Dittelbrunn, Lkr. Schweinfurt)
2. Vorsitzender: Manfred Hofmann (Bamberg)
3. Vorsitzender: Martin Truckenbrodt (Frankenblick, Lkr. Sonneberg)
Schatzmeisterin: Micaela Steinbach (Dittelbrunn, Lkr. Schweinfurt)
Schriftführer: Edwin Mayer (Forchheim)

Im Bild von links: Martin Truckenbrodt, Joachim Kalb, Micaela Steinbach, Edwin Mayer, Manfred Hofmann, Otto Weger

Der scheidende 1. Vorsitzende und Gründungsmitglied (1990) Joachim Kalb war seit Vereinsgründung fast durchgehend im Vorstand vertreten. Es sei wichtig, so Kalb, die Überparteilichkeit zu erhalten und Einflussnahme jeder Art von Parteien innerhalb des Vereins nicht zuzulassen. Vielmehr müsse der Fränkische Bund seine Themen und Anliegen nachhaltig in die Parteien und das Parlament tragen.

Als Beispiel nannte Kalb, dass es dem Fränkischen Bund zusammen mit Bürgerinitiativen und Oppositionsparteien im letzten Jahr gelungen war, maßgeblich mitzuhelfen, dass die unsinnige und ungerechte Straßenausbausatzung (Strabs) im Bundesland Bayern gekippt wurde. „Für uns war es eine fränkische Sondersteuer, weil eben gerade in Franken die durchweg ärmeren Gemeinden ansässig sind und gerade hier durch dieses unselige Gesetz viele unserer Bürger in den Ruin getrieben wurden.“

Auch Franken sei von Klimawandel, Artensterben, Globalisierung usw. betroffen, so Kalb weiter. „Deshalb treten wir auch vehement dafür ein, Produkte aus der Region absolut zu bevorzugen. Und wenn wir Region sagen, dann meinen wir damit Franken (leicht erkennbar am Frankenrechen).

Neben dem Landschafts- und Artenschutz würde sich etwa ein Nationalpark oder Weltkulturerbe Steigerwald schön in die fränkische „Welterbe-Kette“ Würzburg, Bamberg und Bayreuth einfügen und weiter die Attraktivität für den Tourismus in unserer Heimat steigern.

Kalb wünschte dem neuen Vorstand alles Gute. Er werde weiterhin mit Rat und Tat den Verein unterstützen und hob abschließend hervor, dass der Fränkische Bund e.V. bis jetzt der einzige unter den Vereinen sei, der stets ganz Franken im Blickfeld habe und nicht nur die drei fränkischen Regierungsbezirke in Bayern. Deshalb seien wir heute auch im Bundesland Thüringen. Auch der Tag der Franken finde am 7. Juli hier und in Neustadt bei Coburg statt. Das sei wieder ein Schritt in die richtige Richtung.

Hier der vollständige Kommentar von Joachim Kalb auf wir-in-franken.de

Die ausscheidenden Vorstandsmitglieder Joachim Kalb und Peter Purrucker wurden auf der Versammlung zu Ehrenmitgliedern des Vereins ernannt.

Der neu gewählte 3. Vorsitzende Martin Truckenbrodt berichtete über den Stand eines Projektes, bei dem an der Feier des Tages der Franken am 7. Juli in Neustadt b. Coburg das Kulturgut „Fränkische Kirchweih“ dargestellt werden soll.

Fränkische Kirchweih

Unser Schwesterverein Henneberg-Itzgrund-Franken e.V. hat ein Webprojekt zur Fränkischen Kirchweih mit dem Untertitel „Kerwa und Kirmes in der Kulturregion Franken“ gestartet. Auf der Webseite sollen allgemeine Informationen zur Fränkischen Kirchweih gesammelt und veröffentlicht werden. Weiterhin gibt es einen Kirchweihkalender für ganz Franken. Den Kirchweihgesellschaften ist außerdem die Möglichkeit gegeben, ihre Kirchweih selbstverwaltet dort vorzustellen.

Hier ein Pressebericht dazu

Ein Beitrag von Dr. Manfred Welker zu Thema “Franken und die Kirchweih” 
für unsere Vereinszeitung “Wir in Franken”

Frankens Bürger gerecht bei den Härtefall-Geldern beteiligen!

Presseerklärung vom 7.3.2019
Frankens Bürger drohen bei der Rückzahlung aus dem mit 50 Millionen Euro gefüllten Härtefallfonds für Straßenausbaubeiträge (Strabs) ziemlich leer auszugehen.
Hintergrund ist, dass der oberbayerische Chef der Staatskanzlei und erklärter Strabs-Abschaffungs-Gegner, Florian Herrmann (CSU), Rückzahlungsregeln im Sinn hat, die primär Eigentümern im Süden des Freistaates nützen werden.
Die Strabs wurde endlich 2018 abgeschafft. Auch der Fränkische Bund hatte gegen diese ungerechte „fränkische Sondersteuer“ gekämpft. Im CSU-FW-Koalitionsvertrag wurde schließlich ein Härtefallfonds für die Rückzahlungen 2014–2017 in Höhe von 50 Mio. EUR vereinbart. Dies sind aber wohl nicht mal 10 % der in dieser Zeit von den Bürgern in Bayern gezahlten Strabs-Gelder. Bereits dies ist Frankens Bürger gegenüber ungerecht, weil absehbar ein erheblicher Anteil der in dieser Zeit entrichteten Strabs-Gelder in Franken gezahlt wurde.
Dass sich im Koalitionsvertrag Florian Herrmann durchgesetzt hat, wurde auch an der ersten Ende 2018 durchgesickerten Härtefall-Definition deutlich, nämlich z.B. hohe Einzelbeträge in 6-stelliger Höhe. Weil es diese in Franken wohl nicht gibt, war dies Anlass für den Fränkischen Bund, sich auch 2019 des Themas anzunehmen und an den FW-Frankensprecher und alle fränkische Abgeordnete den aus dem Anhang ersichtlichen Brief zu übergeben.
Über die Verteilung der 50 Mio. soll eine Arbeitsgruppe bis Ende März 2019 Kriterien finden, nach denen besonders betroffene Grundbesitzer eine Rückerstattung bekommen.
Joachim Kalb

Siehe dazu auch einen offenen Brief an den „Frankensprecher“ der Freien Wähler im bayerischen Landtag Dr. Bauer und an die fränkischen Landtagsabgeordneten.

Frankenmedaille 2018 an Helmut Haberkamm


Der Fränkische Bund verlieh die Frankenmedaille 2018 an Dr. Helmut Haberkamm, den fränkische Schriftsteller, besonders auch für seine Verdienste als Initiator und Mitorganisator des fränkische MundArt-Festivals „Edzerdla“, das in diesem Jahr zum zweiten Mal in Burgbernheim stattfand.

Die Verleihung fand am 1.7.2018 in Dachsbach, dem Geburtsort von Helmut Haberkamm, im Rahmen der Veranstaltung „Kunst in Dachsbach“ statt.

Ein Bericht unserer Vereinszeitschrift “Wir in Franken”

Hier ein externer Pressebericht dazu

unsere Pressemitteilung

Tag der Franken 2018 in Ansbach

Tag der Franken in Ansbach am 1. Juli


Der Tag der Franken wurde am 1. Juli in Ansbach begangen. Wir dürfen auch daran erinnern, dass unser Verein maßgeblich daran mitgewirkt hat, dass dieser Tag seit 2006 offiziell gefeiert wird. Bis dahin wurde der Tag öffentlich bereits 15 Mal vom Fränkischen Bund gefeiert.

Hier ein paar Bilder von unserem Infostand, an dem sich sehr viele Interessierte informierten.

ein ausführlicher Bericht auf unserer Vereinszeitung

Presseerklärung zum Tag der Franken in Ansbach

Nachruf auf Fritz Roßteuscher

Am 4. Februar 2018 verstarb – im Alter von 87 Jahren – Fritz Roßteuscher. Er war am 1. Januar 1997 dem Fränkischen Bund e.V. beigetreten, dem er bis zu seinem Tod die Treue gehalten hat.
Fritz Roßteuscher war eine außergewöhnliche Persönlichkeit. Bereits im Alter von 36 Jahren wurde er Bürgermeister des – weit über den Landkreis Schweinfurt hinaus bekannten – Kräuterdorfes Schwebheim in Mainfranken. Dieses Amt übte er 24 Jahre lang aus. Im Jahre 1989 brachte er – als Pilotprojekt für den Freistaat Bayern – die ökologische Flurbereinigung auf den Weg. Er wurde Ehrenbürger seiner Gemeinde und mit dem Bundesverdienstkreuz ausgezeichnet. Neben seiner Naturverbundenheit zeichnete ihn seine Liebe zur fränkischen Heimat aus. Er sorgte zum Beispiel dafür, dass stets der „Rechen“ auf erhöhtem Standpunkt zu „weiß-blau“ wehte.

Sein Andenken werden wir in sehr guter Erinnerung behalten.
Heribert Reusch

Neue Regionalstruktur des Fränkischen Bundes

Neue Regionalstruktur des Fränkischen Bundes

Wir haben uns im Vorstand des Fränkischen Bundes e.V. Gedanken über die Struktur des Vereins gemacht und überlegt, wie wir die Arbeit vor Ort wieder beleben können.
Zurzeit organisiert sich der Verein nach Satzung in einen Landesverband und mehrere Kreisverbände. Diese Struktur “lebt” jedoch nicht mehr.

  • Es gibt nur wenige Kreisverbände, die noch etwas aktiv sind, und auch die haben keinen nach Satzung gewählten Vorstand mehr
  • Die Struktur ist zu groß für die Mitgliederzahl des Vereins.
  • Die Leute sollen sich, wenn sie sich lokal engagieren, mit Sachthemen beschäftigen und nicht mit vereinsinterner Organisation
  • Junge Leute – die wir dringend brauchen – werden von solcher “Vereinsmeierei” eher abgeschreckt. Sie wollen projektbezogen im Team an einem Thema arbeiten und sich nicht mit Vereinsverwaltung beschäftigen.

Wir haben uns deshalb folgende Änderung überlegt:
An Stelle der bisherigen Kreisverbände treten “Regionalgruppen”. Diese organisieren sich selbst in lockerer Form.. Sie sind keine offiziellen Gliederungen des Vereins, müssen deshalb auch keinen Vorstand wählen oder sich mit sonstigen Verwaltungsaufgaben beschäftigen.
Die Regionalgruppen benennen “Ansprechpartner”. Diese sind die Verbindungsleute zum Vereinsvorstand und sollen den Anstoß für Aktionen vor Ort geben. Dafür erhalten sie von der Mitgliederverwaltung die Adressen der Vereinsmitglieder in ihrer Region.. Die Regionalgruppen bestimmen ihre Ansprechpartner selbst.
Aufgabe der Regionalgruppen soll es sein, die Ziele des Fränkischen Bundes vor Ort zu fördern, für den Verein zu werben und neue Mitglieder und Aktive zu gewinnen. Wir stellen uns vor, dass die Ansprechpartner zunächst ein zwangloses Treffen in Form eines Stammtisches organisieren, bei dem dann weitere Aktivitäten beraten werden können.
Schön wäre es, wenn jede Regionalgruppe wenigstens einmal im Jahr in ihrem Gebiet eine Veranstaltung durchführt, zum Beispiel:

  • einen Informationsstand
  • eine kulturelle Veranstaltung mit Bezug zu Franken, dabei Werbung für den FB
  • eine öffentliche politische Diskussion o.ä.

An diese neue Struktur möchten wir auch die Satzung anpassen, in der die Gliederung des Vereins in Landesverband und Kreisverbände geregelt ist. Es soll nur noch den Verein “Fränkischer Bund e.V.” ohne weitere formale Gliederung geben.
Eine Satzungsänderung kann nur die Mitgliederversammlung beschließen. Wir werden deshalb bei der nächsten Mitgliederversammlung diese Änderung zur Abstimmung vorlegen.
Wir möchten aber bereits jetzt damit beginnen, uns nach dieser neuen Struktur zu organisieren. Wir werden demnächst den Ansprechpartnern die sich bereits bereit erklärt haben, diese Funktion zu übernehmen, die Mitgliederlisten für ihre Region zuschicken. Dann kann die Arbeit vor Ort mit hoffentlich neuem Schwung beginnen.
Neben den Regionalgruppen möchten wir themenorientierte Projektgruppen fördern. Wenn sich zu einem Thema ein Projektkoordinator findet (er muss nicht unbedingt der ganz große Fachmann in diesem Thema sein), dann kann man über verschiedene Kanäle (“Wir in Franken”, Homepage, Newsletter, gezieltes Ansprechen…) Mitstreiter suchen. Solche Gruppen können auch zeitlich begrenzt aktiv sein, um ein bestimmtes Ziel zu erreichen.
Wir vom Vereinsvorstand werden uns bemühen, Regionalgruppen und Projektgruppen so gut wie möglich zu unterstützen. Natürlich bekommen sie von uns Informationsmaterial, Aufkleber usw. für die Werbung, eventuell auch die “Hardware” für einen Infostand und, so gut wir können, Beratung und Unterstützung.
Wenn genügend Interesse besteht, werden wir auch einen Informationstag für die Ansprechpartner organisieren, an dem wir praktische Hilfestellung (z.B. wie muss ich einen Infostand bei der Gemeinde genehmigen lassen) anbieten und bei dem Ideen ausgetauscht werden können.

Wir hoffen, dass wir mit diesem neuen Anlauf wieder mehr Leben in den Verein bringen und dringend benötigte jüngere Mitglieder und Aktive gewinnen können.

Zu jüngsten nicht-repräsentativen Umfragen bezüglich einer Loslösung des Freistaats Bayern aus der Bundesrepublik Deutschland

 

 

 

Gemeinsame Presseerklärung der Vereine Fränkischer Bund e.V. (Freistaat Bayern) und Henneberg-Itzgrund-Franken e.V. (Freistaat Thüringen)

Die Vereine Fränkischer Bund e.V. (Freistaat Bayern) und Henneberg-Itzgrund-Franken e.V. (Freistaat Thüringen) distanzieren sich von separatistischen Bestrebungen im Freistaat Bayern zur Loslösung desselbigen aus der Bundesrepublik Deutschland, welche dort immer wieder von der Bayernpartei und mehreren Politikern der CSU vorgetragen werden.
Die beiden Vereine bekennen sich ausdrücklich zur Bundesrepublik Deutschland und zur Europäischen Union.
Die beiden Vereine stehen ebenfalls zum Europa der Regionen, welches nicht im Konflikt zu den aktuellen Nationalstaaten steht. Ebenso stehen diese für regionale Wirtschaftskreisläufe und die Stärkung regionalen Bewusstseins als Gegenbewegung zu bzw. Antwort auf zunehmenden übertriebenem Nationalismus und völkisch-faschistisch motiviertem Gedankengut.
Die beiden Vereine halten aus mehreren Gründen ein Bundesland Franken, welches bis zu sechs Millionen Einwohner haben könnte, für sinnvoll. In diesem Zusammenhang weisen die Vereine darauf hin, dass derzeit elf der insgesamt 16 Bundesländer weniger als viereinhalb Millionen Einwohner aufweisen. Dies ist im Interesse eines fairen und zukunftssicheren Länderfinanzausgleiches und weiterer volkswirtschaftlicher Aspekte, wie z.B. möglichst geringer Pro-Kopf-Verwaltungskosten, nicht verantwortbar.
Die beiden Vereine fordern die seit 1949 ausstehende allgemeine Neugliederung des Bundesgebietes nach Artikel 29 des Grundgesetzes, bei der Bundesländer mit einheitlich etwa fünf bis zehn Mio. Einwohnern entstehen sollten. Denn zu große Bundesländer erfordern eine Mittlere Verwaltungsebene, u.a. die Regierungsbezirke in Bayern, Baden-Württemberg und Nordrhein-Westfalen, was aus volkswirtschaftlicher Sicht und im Interesse des Subsidiaritätsprinzips unbedingt vermieden werden muss. Im Interesse demokratisch legitimierter Vertretungen und Strukturen stellen die Vereine u.a. auch die von der dortigen Landesregierung eingesetzten Regierungspräsidien im Freistaat Bayern ebenfalls generell in Frage. Die seit 1949 praktizierte Landesentwicklungspolitik des Freistaats Bayern zeige zudem leider sehr eindrucksvoll, wie vor allem in der Fläche zu große Bundesländer zu einseitiger Förderung einzelner Regionen, hier Oberbayern und speziell München, und damit zu systematischer Schwächung der anderen Regionen führen. Das aktuelle Programm Invest in Bavaria setze diese Landespolitik dort nahezu unverändert fort. Im Vergleich dazu fällt die seit 1990 im Freistaat Thüringen praktizierte Bevorzugung der Region Erfurt-Weimar-Jena auf Grund der deutlich geringeren Größe dieses Bundeslandes in ihren Auswirkungen nur relativ schwach aus.
Für den neuen Zuschnitt der Bundesländer müssen aktuelle Wirtschaftsräume, Metropolregionen, Kulturräume und historisch gewachsene Strukturen in Übereinstimmung und Einklang gebracht werden. Dies ist nach Auffassung der beiden Vereine mit nur wenigen etwas größeren Veränderungen und etwas Feinschliff durchaus möglich. So lässt sich die Anzahl der Bundesländer von derzeit 16 auf etwa elf Bundesländer reduzieren.